Hier bin ich Hund, hier darf ich es sein.

Endlich habe ich ein Rudel gefunden. Und viel arbeiten brauche ich auch nicht. Nachts halte ich die Einbrecher ab, indem ich mit meiner Laufleine raffinierte Fallen baue. Dafür essen dann die Menschen wie die Schweine und lassen so immer genug fallen. Ein wahres Hundeleben. Als Dank führe ich sie dann auch zum Ziel, aber das mache ich natürlich raffiniert. Ich gehe immer einen Schritt hinter dem Leitpferd dieses Menschen, den die anderen Fürstin nennen. Man soll den Anderen ja ihren Glauben an ihrer Macht lassen. Wer dieses Rudel in Wirklichkeit anführt, dürfte aber jedem klar sein, der Augen im Kopf hat. Aber Hundeaugen natürlich! Es kann eben immer nur einen geben, der sagt wo es lang geht. Und das bin eben nun mal ich.

Hunde im Mittelalter

Von Menschen gehaltene Hunde im Mittelalter waren in aller Regel reine Nutztiere. Beim einfachem Volk waren es Hüte- und Wachhunde. Jagdhunde waren in der Regel die Tiere der höheren Stände, weil nur diese meist das Recht zur Jagd hatten. Hier kam es zuweilen auch im Mittelalter schon zu sehr engen emotionalen Bindungen zwischen Mensch und Tier, jedoch dürften Hunde als reine Schoßtiere den meisten Menschen einfach zu teuer im Unterhalt gewesen sein. In der Regel waren Tiere, und eben auch Hunde, nur "Sachen" und keine vollwertige Lebewesen, wie wir sie heute verstehen. Wirkliche Rassenzucht, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht. Es entwickelten sich aber bereits verschiedene Linien heraus, je nach Einsatzgebiet zwischen Weide, Hof und Wald.